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 Add this item to the list   Poria alpina Litsch., nov. spec. (Abb. 6).
   
Literature:
 
Page number:143 
Remarks (internal):Diese neue Poria-Art wurde von mir auch in Tirol mehrere Male gesammelt und auch noch öfter beobachtet. Ich sah sie immer auf Fichten- und Föhrenstümpfen. Zweifelsohne ist sie in den Alpen weit verbreitet und wird hier überall gefunden werden können. Bisher ist sie wohl immer mit anderen anlichen Poria-Arten verwechselt und zusammengeworfen worden. So war ich in der Lage, feststellen zu können, dasz eine Pilzprobe aus dem Herbarium v. Höhnels, die von Bresadola bei Trient im Val di Sole, 1891 an Tannenstämmen gesammelt und als Poria crassa Karst. bestimmt worden war (siehe auch: v. Höhnel, Mykologisches XXII, in Österr. Bot. Zeitschr., LVIII, p. 108, 1909), nicht diese Karstensche Art, sondern die vorstehend beschriebene, neue Poria-Art ist. Die Poria crassa Karst. ist, wie ich mich durch vergleichendes Studium einer Probe des Urstückes dieser Art aus dem Herbarium L. Romells (Physisporus crassus Karst., Mustiala, in trunco pini, Junio 1872, P. A. Karsten) überzeugen konnte, von der neuen Art sicher verschieden. Sie unter-scheidet sich von dieser schon durch die immer weiszliche, nie deutlich gelbliche Färbung; dann ist sie trocken ein weniger zäher, sondern vielmehr mürber, leicht zerreiblicher Pilz, der auch dauernd einen eigentümlichen Geruch aufweist und endlich ganz andere, breit ellipsoide, 4-6 (-7,5) x 2,5-3,5 (-4) µm grosze Sporen und dünnwandige Trama-hyphen in den Scheidewänden der Röhren besitzt. Meist dürfte wohl die neue Art mit der Poria xantha (Fr.) Lind., Danish fungi, p. 389 [Polyporus xanthus Fr., Syst. Myc., I, p. 379, Romell, Sv. Bot. Tidskr., 20, p. 20; = Poria calcea (Fr.) Bres. -= D. xantha, Bourd. et Galz., Hym. de France, p. 675] verwechselt werden, denn mit dieser Art besitzt sie jedenfalls eine nicht zu verkennende, gröszere Ähnlichkeit, ist aber auch von ihr sicher verschieden. Die Poria xantha (Fr.) Lind. unterscheidet sich von der neuen Art vor allem dadurch, dasz sie nur frisch schön gelb gearbt ist, beim Trocknen am Lichte, aber auch beim längeren Liegen im Herbarium ausbleicht. Beim Benetzen der Poren mit verdünnter NaOH tritt keine Verfärbung in Rot auf, wie dies bei der letzteren stets der Fall ist. Sie besitzt im groszen und ganzen den Habitus der neuen Art, nur ist sie dauernd von weicherer, mehr lederiger Beschaffenheit, und ihre Poren sind kleiner, es gehen 3.5-5 auf 1 mm, und im Alter sind die Rönder derselben oft gezähnt; auch sind die Sporen bei ihr von anderer Form und Grösze, nämlich zylindrisch, 3,5-6 (-7,5) x 1-1,5 (-2) µm grosz, und die Hyphen 2-6 µm dick und sehr dickwandig bis fast solid. Ob die neue Art nicht etwa der Pilz ist, den Bresadola in den Fung. polon. (in Arm. Myc., I, p. 77, 1903) als die Poria xantha Fr. (siehe auch Bourd. et Galz., l. c., p. 676) beschreibt, konnte ich nicht mit Sicherheit feststellen, da es mir an authentischem Vergleichsmaterial aus den Herbarien Bresadolas und Bourdots mangelte. Nach den Angaben, die diese Forscher aber über die Poria xantha Fr. an den oben mitgeteilten Literaturstellen machen, scheint mir die Annahme gerechtfertigt, dasz der Pilz, den sie als diese Art deuten, auch nichts anderes als die Poria xantha Fr. im Sinne Lind. und Romell, 1. c., ist. Von den von Karsten seinerzeit aufge-stellten, resupinaten Polyporus-Arten mit gelblichen Röhren und Poren, gehören der Polyporus flavus und der Polyporus selectus nach Romell (Ark. f. Bot., 11, 3, p. 25) wahrscheinlich auch zur Poria xantha Fr. sensu Lind., und ebenso soll nach Bourdot und Galzin (l. c.) die Poria luteo-alba Karst. zu dieser Art gehören. Nach Romell (Sv. Bot. Tidskr., 20, 1, p. 13) ist letztere allerdings eine eigene, gute Art, die zu einem Ptychogaster gehört. (Ihre Sporen sind 5-7 x 3-4,5 µm grosz.) Der Polyporus flavicans Karst. endlich ist jedenfalls auch eine eigene gute Art, die aber schon infolge ihrer ganz anderen habituellen. Beschaffenheit (Romell, 1. c., p. 11), nicht mit der neuen Art identisch sein kann.
Nicht für ausgeschlossen halte ich es, dasz die neue Art vielleicht auch schon in Amerika gefunden und dort auch schon beschrieben worden ist. Ich konnte mir diesbezüglich nicht volle Sicherheit verschaffen, da es mir unmöglich war, die einschagige, amerikanische Literatur erschöpfend zu berücksichtigen. Auch stand mir nicht alles notwendige amerikanische authentische Vereleichsmaterial zur Verfügung.
 
Description type:Latin diagnosis 
Description:Poria alpina Litsch., nov. spec. (Abb. 6).
Carposamata resupinata, irregulariter effusa, usque 1 cm crassa, in situ verticali interdum ex tuberculis tubularum particulariter composita, in vegeto carnosa, siccitate indurata, coriaceo-sublignosa, faciliter fragiha, arcte adnata vel subinnata, cultro solum partim solubilia, margo plerumque similis, raro paulisper floccoso-fibrillosus fimbriatus; subiculum tenuis-simum, subindistinctum; mycelium pallido-cremeum, floccoso-gossypinum, rimas substrati replens. Tubula raro recta, plerumque plus minus obliqua, 1,5-10 mm longa, primo pallido-cremea, dein cremeo-lutea; dissepimenta mediocriter crassa et firma; pori rotundato-angulati vel elongati, sed non labyrinthici, adulti saepe confluentes et irregulariter limitati, margine ab initio obtusi et dein acutati, non dentati sed semper integri. Hyphae 1,5-3 (-4) µm crassae, parcissime ramosae, subflexuosae, non septatae, tubuliformes, subcrasse tunicatae, hyalinae, glabrae, in subiculo et mycelio f ere laxe et irregulariter intricatae, in tubulotrama dense et parallele contextae; hyphae subhymeniales parcae. Basidia clavata, 10-15 x 3,5-4,5 (-5). Sporae oblongae vel subcylindraceae, uno latere subdepressae, in basi suboblique acutatae, saepe subincurvatae, tenuiter tunicatae, laeves, hyalinae, 3 3,5 (-4) x 1-1,75 µm Hymenium et textum subhymeniale granulis parvis et grandibus, irregulariter rotundatis, crystallinis, subnitidis, subflavidis, resinosis, dissolubilibus solutione debili NaOH cum colore rubicundo, farctum.
Hab. ad truncum putridum Coniferarum. In Austria inferiore, in silva ad viam ab lacu „Mittelsee" versus lacum „Obersee" prope pagum „Lunz", 24. IX. 1930, leg. V. Litschauer.
 
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