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Literature:
 
Page number:301 
Remarks (internal):Neben den beträchtlichen Unterschieden in der Sporengestalt und Ausstattung mit Guttulae von Sporen, Basidien und Hyphen scheinen bei der Sippe Cyphellopsis anomala RA 5677 die dort gefundenen, rückwärts gerichteten Auswüchse der Tramahyphen einen Hinweis darauf zu geben, daß die beiden hier unter Cy. anomala beschriebenen Sippen möglicherweise zwei verschiedene Arten darstellen könnten.
Das Fehlen oder Vorhandensein eines Subiculums dürfte in diesem Fall eine untergeordnete Rolle spielen.
Während die Cyphellopsis-anomala-Sippe RA 5952 auch in Mitteleuropa auftritt (wenigstens in einer ähnlichen Form), konnte der Verfasser die Sippe RA 5677 in diesem Raume noch nicht nachweisen.
Bis heute bestehen für die Gruppe um Cy. anomala mehr als zwanzig Namen, über deren taxonomische Berechtigung nur in den wenigsten Fällen Klarheit bestehen dürfte. Deshalb war noch keiner der beiden aufgeführten Sippen ein endgültiger Name zuzuordnen.
 
Description type:Non-original description 
Description:Cyphellopsis anomala (Pers. ex Fr.) Donk, Meded. Ned. mycol. Ver. 18-20: 128. 1931
Sippe RA 5677
Fruchtkörper lang und deutlich gestielt, Oberfläche abstehend haarig-zottig, hellbraun bis braun, bis 0,8 mm hoch und bis 0,5 mm Durchmesser, gruppenweise bis dichte Kolonien bildend; kein Subiculum nachweisbar. Randhaare inkrustiert (nach Lösen der Kristalloide in Säuren stumpf-acikuläre Oberflächenstrukturen zurückbleibend, Abb. 3b), 2,5-4 µm Durchmesser, mit Schnallen an der Basis, Wände bis gut 1 dick; Randhaare braun, apikal heller bis farblos-hyalin, gegen das apikale Ende hin tordiert bis spiralig gewunden, z.T. mit ± aufgeblasenen, ± dünnwandigen, farblos-hyalinen Enden, 5,5-7 x 5,5-6,5 µm, Randhaare basal dickwandig; Wände in 10% KOH nicht quellend, sekundäre Septen fehlend. Kristalloide bis 1,5 µm groß, im Lichtmikroskop (LM) breit-rhombisch bis granulär, im Rasterelektronenmikroskop (REM) ± oktaedrisch bis rhombisch, gegen die Randhaarbasis und auch gegen den Apex hin quaderförmig oder würfelig. Àœbergangselemente schwach bis nicht tordiert, ± schwach dickwandig, noch ± farblos-hyalin. Tramahyphen schwach agglutiniert, mit kleinen, stark lichtbrechenden À–lkörpern, mit auffälligen, nach rückwärts gerichteten, manchmal durch Septen abgegrenzten Auswüchsen; Tramahyphen subbasidial (1,5-)2,5-4(-4,5) µm, basal 3-8 µm, den Randhaaren benachbarte Hyphen 2,5-3,5 µm und diese ± dickwandig und ± bräunlich; subbasidiale Stieltrama häufig mit unkollabierten Basidiolen, Tramahyphen mit Schnallen. Basidien suburniform, häufig ziemlich lang gestielt (27-)32-44(-48) x (6,5-)7-8 µm, mit 4 Sterigmen, mit Schnallen. Sporen asymmetrisch-elliptisch bis asymmetrisch-oval, (6,5-)7-9 x (4,5-) 5-6 µm mit 1-2 großen Guttulae, Wände farblos-hyalin, wenige Sporen allerdings plasmatisch leicht gelblich; durchschnittliche Sporenlänge ca. 7,5-8,0 µm; Sporenfaktor Q ca. 1,4-1,6; weder amyloid noch dextrinoid.
Substrat: Holz und Rinde von À„stchen aus dem Lorbeerwald Teneriffas.
Untersuchte Aufsammlungen: Von Erjos nach El Palmar, nach den landwirtschaftlichen Kulturen bis zum Ende des Lorbeerwaldes, am Fußweg nach El Palmar, ca. 1000-900 m NN. Agerer & Blanz, 9.3.1975 (Herb. RA 5677, 5681).

Cyphellopsis anomala (Pers. ex Fr.) Donk, Meded. Ned. mycol. Ver. 18-20: 128. 1931.
Sippe RA 5952
Fruchtkörper ± deutlich gestielt, Oberfläche haarig-zottig, graubraun bis dunkelbraun, bis 0,5 mm hoch und bis 0,4 mm Durchmesser, gruppenweise bis dichte Kolonien bildend; Subiculum nur zwischen den Fruchtkörpern, dessen Hyphen nur vereinzelt mit Kristallbesatz, z.T. dickwandig (bis knapp 1 µm), manchmal stark gewunden, apikal ohne kopfige Enden, ± dicht-wirr, farblos-hyalin bis bräunlich. Randhaare inkrustiert, (nach Ablösen der Kristalloide mit Salzsäure kleine, stumpf-acikuläre Oberflächenstrukturen zurückbleibend); (2-)2,5-3(-3,5) µm Durchmesser, mit Schnallen an der Basis, Wände bis 1 µm dick; Randhaare braun, apikal heller bis farblos-hyalin, gegen das apikale Ende hin tordiert bis spiralig gewunden, apikal z.T. mit ± aufgeblasenen, ± dünnwandigen, farbloshyalinen Enden, 6-10 x 4-5 µm; Randhaare basal ± dickwandig; Wände in 10% KOH nicht quellend, höchstens Begrenzung zum Lumen hin etwas undeutlich werdend, sekundäre Septen vorhanden. Kristalloide bis 1,5 µm lang, im Luftmyzel granulär, im REM ± oktaedrisch bis rhombisch, an der Randhaarbasis und auch apikal oft quaderförmig oder würfelig. Àœbergangselemente zwischen Randhaaren und Basidien höchstens schwach tordiert, schwach dickwandig und ± farblos-hyalin (Abb. 4c). Tramahyphen schwach bis nicht agglutiniert, mit auffälligen, stark lichtbrechenden, die Hyphenbreite ± ausfüllenden À–lkörpern; Hyphen subbasidial (1-)1,5-2,5 µm, den Randhaaren benachbart ± bräunlich ± dickwandig, 2,5-4 µm Durchmesser, basal 4-5(-6) µm mit Schnallen. Basidien (25-)30-40(-50) x (4,5-)5-6(-6,5) µm, ± unregelmäßig schlank suburniform, mit 4 Sterigmen, mit Schnallen an der Basis. Sporen lang asymmetrisch-oval bis schwach allantoid, (8-)9-11(-12) x 2,5-3,5 µm, mit mehreren kleinen Guttulae, leicht kollabierend, Wände farblos-hyalin, wenige Sporen aber plasmatisch leicht gelblich; durchschnittliche Sporenlänge ca. 9-10 µm; Sporenfaktor Q ca. 3,2-3,5; weder amyloid noch dextrinoid.
Substrat: Aste von Salix canariensis.
Untersuchte Aufsammlungen: Oberer Teil des Barranco del Infierno (von der kleinen Staumauer bis zum Ende des Barranco), Agerer & Blanz, 16.3.1975 (Herb. RA 5952, 5953, 5956).


 
Taxon name: